Warum Aupair?/

Warum Aupair werden?

Ein Jahr im Ausland verbringen, Erfahrungen sammeln, sich über die berufliche Zukunft klar werden und nebenbei die eigenen Fremdsprachenkenntnisse aufpolieren. Was für viele wie „zu schön um wahr zu sein“ klingt, ist in Wahrheit ein relativ unkomplizierter Prozess, der sich in wenigen Wochen umsetzen lässt und an dessen Ende eine Anstellung als Au-pair steht.

Die Anstellung als Au-pair ist in den verschiedensten Ländern möglich, vom denen besonders England reizvoll ist. Nicht nur die Nähe zur Heimat, auch die unkomplizierten Einreisebestimmungen und Regelungen bieten einen großen Vorteil. So benötigen Au-pairs aus der EU kein Visum, um in das Vereinigte Königreich einzureisen. Diese Regelung spart nicht nur Zeit, sondern auch Nerven und Geld – jeder der schon einmal das Vergnügen eines Besuches bei einer Botschaft oder einem Konsulat hatte, wird davon ein Lied singen können.

Wer als Au-pair tätig ist, lebt und arbeitet in einer englischen Gastfamilie, darf dort umsonst wohnen und essen und bekommt ein wöchentliches Taschengeld. Dafür müssen die Kinder der Familie betreut und kleinere Arbeiten im Haushalt erledigt werden. Aber Obacht: Was sich wie ein netter Sommerurlaub mit ein bisschen Kinderbetreuung anhört, kann sich (gerade in der Anfangszeit) als Volltimejob entpuppen. Au-pairs in England müssen zwischen 17 und 27 Jahren alt sein und sollten 25-30 Stunden pro Woche in der Familie arbeiten, wobei ein Tag pro Woche frei ist. Gerade für frisch gebackene Schulabgänger(innen) kann die Verantwortung, ein (oder mehrerer) Kinder einen halben Tag lang zu betreuen, zur Herausforderung werden. Dieses „Stressgefühl“ legt sich nach den ersten Wochen aber schnell und schon bald wird die Routine des Alltags einsetzen.
Dann ist Zeit sich um neue Kontakte, den Besuch einer Sprachschule und Sightseeing zu kümmern. Denn: Nur wer sich aktiv am Leben in der Fremde beteiligt, kann eine Sprachverbesserung verbuchen und neue Erfahrungen machen. Auch das anfänglich normale und selbstverständliche Heimweh klingt so schneller ab.

Während des Aufenthalts können nicht nur die Kenntnisse des Schulenglisch verbessert werden, es ist auch Zeit sich über die Zukunft klar zu werden. Wer weiß schon, was er nach 13 Jahren Schule für den Rest seines Lebens machen will?! Da die Chance besteht einen Kurs an einer Universität zu besuchen, kann in das eigene Interessengebiet schon einmal hineingeschnuppert werden und so fällt die Entscheidung über den eigenen Werdegang möglicherweise einfacher.

Besonders für diejenigen, die aus einem sehr behüteten Elternhaus kommen kann die Erfahrung, einige Monate im Ausland zu verbringen, Gold wert sein. Am Ende gibt es wohl kein Au-pair, welches die haushaltlichen Fähigkeiten der eigenen Eltern, gepaart mit denen der Kindererziehung, nicht zu schätzen weiß. Die Au-pair Zeit kann somit als „Lebenspraktikum“ gesehen werden.

Es zeichnen sich demnach viele Gründe ab, warum die Entscheidung für einen Aufenthalt als Au-pair nur positiv enden kann. Von der gewonnenen Lebenserfahrung, den neuen Freunden und den Sprachkenntnissen kann schließlich ein Leben lang profitiert werden.