London erleben
Großstadtluft schnuppern:
London ist nicht nur die Hauptstadt Englands und Großbritanniens, sondern auch Heimat zahlreicher Universitäten...
Die Organisation/ Bewerbung
Bewerbung
Wer sich für eine Organisation entschieden hat, dem steht nun der, auf den ersten Blick sehr unübersichtliche, Bewerbungsprozess ins Haus. Da fast alle Organisationen die gleichen Bewerbungsunterlagen verlangen, macht es im Grunde keinen Unterschied, für welche Organisation oder Agentur die Entscheidung gefallen ist: Beworben wird sich immer gleich. Doch was auf den ersten Blick noch unüberwindbar erscheint, ist nach genauer Betrachtung im Grunde ohne größere Anstrengungen zu meistern.
Der erste Schritt besteht immer darin, sich die Bewerbungsunterlagen zu besorgen. In den meisten Fällen können diese online (auf den Internetseiten der Organisation) ausgedruckt werden. Bei Druckerproblemen oder sonstigen technischen Schwierigkeiten können die Unterlagen auch per Telefon oder Email bestellt werden, so dass sie wenige Tage später im eigenen Briefkasten landen.
Die Bewerbungsunterlagen bestehen aus verschieden Teilen, die entweder ausgefüllt oder ergänzt werden müssen. Zunächst müssen auf dem Bewerbungsbogen allgemeine Informationen wie Name, Adresse, Kontaktadressen im Notfall, Allergien, persönlicher Gesundheitszustand etc eingetragen werden. Wichtig – wie auch bei den kommenden Abschnitten der Bewerbung – ist, dass alles in englischer Sprache ausgefüllt werden muss. Abgerundet wird dieser Bogen mit einem (lächelnden, sympathisch wirkenden) Passfoto, denn nur so kann sich die Gastfamilie ein Bild von ihrem zukünftigen Au-pair machen.
Die zwei wichtigsten Bestandteile der Bewerbung sind die Fotocollage und der Begrüßungsbrief an die Familie. Auf der Collage sollte neben dem Bewerber selbst, auch dessen Familie, Freunde und die betreuten Kinder zu sehen sein. Die Collage sollte eine maximale Größe von zwei DIN A4 Blättern nicht überschreiten. Jedes Bild sollte zudem mit ein paar Worten (max. ein Satz) beschrieben werden. Bilder der letzten Klassenparty, Kneipentour oder auf denen die abgelichteten Personen nicht vollständig bekleidet sind, sollten vermieden (bzw. weggelassen) werden. Schließlich geht es darum, sich als verantwortungsbewussten jungen Menschen zu präsentieren und nicht als Nachwuchs TV Star.
Das Begrüßungsschreiben dient dazu, sich in ein bis zwei Seiten vorzustellen. Dazu gehören die eigenen Hobbys, Interessen und Zukunftspläne, sowie wie die Erfahrungen im Umgang mit Kindern. Wichtig ist auch (glaubhaft) zu vermitteln, warum die Bewerbung als Au-pair in die Wege geleitet wurde. Die Familie möchte schließlich wissen, ob sie sich jemanden nehmen, der ein ernst zu nehmendes Interesse an Kindern hat, oder ob es nur darum geht ins Londoner Nachtleben einzutauchen.
Um diese beiden letzten Punkte zu belegen, werden zwei Kinderbetreuungsnachweise verlangt. Diese Nachweise müssen von einer Person ausgestellt werden, die nicht mit dem Bewerber verwandt ist. Als Betreuungsnachweis zählen somit zum Beispiel Babysitterjobs in der Nachbarschaft oder Praktika im Kindergärten, KiTas oder ähnlichen Einrichtungen. Aus dem Nachweis (meist haben die Organisationen einen Vordruck mit den Bewerbungsunterlagen mitgeschickt) muss hervorgehen wann, wo und wie lange (wie viel Wochen/Monate/Jahre) welche Kinder (Altersgruppen) betreut wurden.
Zu diesen Kinderbetreuungsnachweisen kommt noch eine Charakterreferenz. Diese muss etwas über die eigene Persönlichkeit aussagen und darf – wie der Kinderbetreuungsnachweis – nicht von einem Verwandten ausgefüllt werden. Als Ansprechpartner für eine solche Referenz dienen Pfarrer, Lehrer oder Arbeitgeber. Auch hierfür haben die Organisationen Vordrucke parat.
