Aupair in England/

Als Aupair in England

Ein Jahr als Au-pair in England ist aufregend und anders. Angefangen beim Linksverkehr bis hin zur täglichen Tea Time bietet sich dem Besucher immer wieder eine spannende und zudem multikulturelle Szene. Ob mit den Kindern im Londoner Zoo unterwegs, in einem der vielen spannenden Museen oder während der freien Zeit mit anderen internationalen Au-pairs unterwegs, die Zeit wird sicherlich nie langweilig werden. Während der Tätigkeit als Au-pair wird vor allem eines gelernt: selbstständig zu werden und Verantwortung zu übernehmen. Gleichzeitig kann es mit dem Erlernen einer neuen Sprache verbunden werden. England ist also besonders dafür geeignet um die Fremdsprache überhaupt zu sprechen. Aufgrund ihrer Verbreitung ist sie längst nicht mehr aus der internationalen Verständigung wegzudenken. Gerade im späteren Berufsleben kann dies wichtig sein.

Weiterhin lockt England mit seinen grünen Landschaften und bezaubernden Küstenorten. Der Charme und die Freundlichkeit der Engländer tut sein übriges. Wer noch nie etwas von 'Cream Tea', 'Yorkshire Pudding' oder 'Steak and Ale Pie' gehört hat, der sollte sich schleunigst auf nach England machen. Die englische Küche ist übrigens garnicht so schlecht wie es immer behauptet wird.

Zudem sollte die Zeit genutzt werden, um einen Einblick in die Traditionen und kulturellen Bräuche zu bekommen. Auch wenn es beispielsweise hart ist, über Weihnachten nicht nach Hause zu fahren, kann dies eine einmalige Gelegenheit sein, um dieses Fest in der Fremde zu erleben. Gleiches gilt für Halloween. Obwohl es sich in Deutschland immer mehr durchzusetzen beginnt, ist es doch nur ein langweiliger Abklatsch des Originals von der Insel, wo es von den Kelten vor Hunderten von Jahren eingeführt wurde. Wer sich vor den Horden kleiner Monster jedoch lieber schützen möchte, kann sich einfach einen 'No Trick or Treating' ('kein Süßes oder Saures!') Sticker besorgen und an die Haustür kleben. Aber vorsicht, mit eventuellen Racheaktionen sollte gerechnet werden.

Obwohl England garnicht so weit entfernt liegt, wird so manch einen doch der Kulturschock treffen. Vieles ist einfach so anders und ungewohnt. Im Supermarkt, zum Beispiel, gibt es Unmengen an Plastiküten. An die Umwelt denkt hier kaum jemand. Sollte die Familie also noch nie etwas von Mülltrennung gehört haben, ist dies ein guter Zeitpunkt, um dies einzuführen.
Etwas ungewohnt mag zuerst auch die enorme Freundlichkeit sein, die auf der Insel vorherrscht. Für alles wird sich entschuldigt, auch wenn man selbst noch nicht einmal Schuld war. Tritt man etwa jemandem im Gedrängel in der U-Bahn auf den Fuß, kann man sicher sein, dass der Gegenüber 'Sorry' sagen wird. An dieser Stelle sollte übrigens ein dementsprechendes 'Sorry' folgen, denn mit Freundlichkeit geht alles leichter. Diese Tugend sollte wiederum auf jeden Fall mit nach Hause gebracht werden.

Weiterhin redet sich in England fast jeder beim Vornamen an. Dies verringert die Distanz und schafft oftmals eine viel entspanntere Atmosphäre, egal wo. Ein Beispiel: An der Uni werden sowohl Verwaltungsangestellte als auch Professoren beim Vornamen angeredet. Niemand fühlt sich in England also besser oder schlechter als sein Gesprächspartner.
Außerdem wirken die Menschen dort viel aufgeschlossener. Wer sich also etwas bemüht, wird sicherlich herzlich in den Kreis aufgenommen werden und viele Freunde finden. Am besten sucht man sich dazu, sofern es die Zeit und die Gasteltern erlauben, einen Nebenjob und einem ereignisreichen Au-pair Jahr wird nichts mehr im Wege stehen.

Auf gehts!