London erleben
Großstadtluft schnuppern:
London ist nicht nur die Hauptstadt Englands und Großbritanniens, sondern auch Heimat zahlreicher Universitäten...
Die Arbeit/ Probleme und Hilfe
Probleme und Hilfe
Im Grunde kann davon ausgegangen werden, dass alle Gastfamilien aufgeschlossen und neuen Kulturen und Menschen gegenüber offen sind. Auch die Kinder freuen sich auf das neue Familienmitglied und können es oft kaum erwarten endlich einen neuen Spielkameraden zu bekommen.
Allerdings stoßen bei der Au-pair Idee generell zwei Welten auf einander. Die Gastfamilie kennt das Au-pair nicht und umgekehrt. Sicherlich wurden im Voraus einige Details aus dem persönlichen Leben ausgetauscht, aber die meisten kennen sich nicht länger als ein paar Wochen. Und von „kennen“ kann im Grunde auch keine Rede sein. Der gemeinsame Hintergrund beschränkt sich auf Telefonieren und Emailkontakt. Es würde niemand auf die Idee kommen mit seinem Friseur zusammen zu ziehen, dem nach einigen Terminen sicherlich auch der ein oder andere Lebensabschnitt erzählt wurde.
Ein gegenseitiges Vertrauen und Entgegenkommen ist also der Schlüssel zum Au-pair Glück. Das ist jedoch leichter gesagt als umgesetzt und noch gar nicht so selbstverständlich. Wenn sich das Au-pair in die Lage der Gastfamilie hineinversetzt, die nicht nur ihre Türen dem neuen Mitbewohner öffnen, sondern ihm (bzw. ihr) auch gleich die Kinder (das Ein und Alles einer jeden Mutter) anvertrauen, wird dies vielleicht verständlich.
Probleme sind demnach beinahe vorprogrammiert, wenn auch nicht wünschenswert, da meistens die Nerven beider Parteien blank liegen. Die Probleme können dabei ganz unterschiedlich aussehen. Und oft sieht es so aus, als wäre das Au-pair die Ursache der Turbolenzen. Vom Vorwurf des Diebstahls über eine vermeintliche Überfütterung der Kinder bis hin zur Unterstellung eines angeblich vorhandenen Desinteresses am Familienleben, haben die meisten Au-pairs wohl die ein oder andere Story in petto.
Grundsätzlich gilt, dass Probleme im Keim erstickt werden sollten. Der erste Schritt ist dabei der schwerste, aber egal wie schwer dieser auch sein mag, es ist besser ihn in der Anfangsphase zu tätigen, als abzuwarten und das Misstrauen größer werden zu lassen. Ein offenes und ehrliches Gespräch kann oftmals Klärung in den geknickten Haussegen bringen. Dabei gilt wie immer: ehrlich, ruhig und vernünftig bleiben. Anschuldigungen treiben die Situation meist nur auf die Spitze und können zu einer Ver- statt Entschärfung der Lage führen.
Wenn der erste Schritt zu groß erscheint, ist es hilfreich mit einer Organisation vor Ort zu sein. Genau für diese Krisenzeiten sind die Mitarbeiter nämlich da. In Extremfällen setzen sie sich zusammen mit den „Streithähnen“ an einen Tisch und vermitteln als neutrale Person zwischen den Parteien. Die meisten Organisationen haben eine kostenlose 24-Stunden-Notfallhotline eingerichtet.
Ganz wichtig ist: Sobald Probleme auftauchen, sollte darüber geredet werden und wenn auch nur mit der besten Freundin. Wer anfängt die Probleme in sich hinein zu fressen, macht sie (gedanklich) oft schlimmer, als sie eigentlich sind. Die meisten Unstimmigkeiten legen sich nach einem Gespräch mit den beteiligten Personen, da sie aus falschen Vorstellungen oder kulturellen Unterschieden entstanden sind.
