London erleben
Großstadtluft schnuppern:
London ist nicht nur die Hauptstadt Englands und Großbritanniens, sondern auch Heimat zahlreicher Universitäten...
Die Arbeit/
Die Arbeit
Auch wenn sich „au pair“ nach ganz viel Spaß, vielen Reisen und noch mehr Freizeit mit ein bisschen Hausarbeit anhört, sollte diese Möglichkeit des internationalen Austausches wirklich nur dann genutzt werden, wenn ein wirkliches Interesse an Kindern und der englischen Kultur besteht. Denn auch hier gilt: Ohne Fleiß kein Preis.
Au-pairs sind in der Regel für die Kinderbetreuung, deren Nahrunsgszubereitung und Zimmer inklusive Wäsche, sowie leichte Hausarbeiten verantwortlich. Gerade am Anfang kann das eine ganz schöne Belastung für das Au-pair sein, welches sich nach dem Auszug aus dem „Hotel Mama“ erst einmal in der neuen Welt der hausfraulichen Tätigkeiten zurechtfinden muss. Multitasking und Zeitmanagement sind die Schlüsselaufgaben der Anfangszeit.
Leider ist der Job eines Au-pairs noch nicht damit erledigt, dass die Kinder sicher und unverletzt vom Kindergarten nach Hause gebracht werden. Diese haben mittags Hunger und wollen auch am Nachmittag beschäftigt werden – egal ob es draußen regnet oder schneit. Da ist guter Rat schon einmal teuer. Abhilfe schaffen in diesem Fall die zahlreichen Internetforen, die voll mit Spielideen, Backrezepten und Geschichten zum Vorlesen und Nachspielen sind.
Die Kinderzimmer werden von den meisten Gasteltern in die volle Verantwortung des Au-pairs gegeben, das heißt, dass das Au-pair dafür zuständig ist, die Zimmer ordentlich und sauber zu halten. In der Regel bedeutet dies täglich das größte Chaos zu beheben und einmal pro Woche Staubzuwischen und saugen. Genau wie die Kinderzimmer wird auch die Wäsche der Kleinen in die Obhut des Au-pairs gegeben. Ja nach Anzahl und Alter der im Haus lebenden Kinder ist eine Maschine Wäsche pro Tag keine Seltenheit. Am Ende des Tages muss meist noch der Geschirrspüler angestellt bzw. ausgeräumt, die Kinder gebadet und bettfertig gemacht werden und das gröbste Chaos beseitigt werden.
Dann heißt es aber endlich Feierabend – You can call it a day.
Auch wenn sich das jetzt ganz schön stressig und nach schwerer Arbeit anhört, geht all das sehr schnell in eine Routine über, die im Grunde selbstverständlich ist und zum Alltag dazugehört, ob Au-pair oder nicht. Und es gibt nichts schöneres, als am Ende des Tages eine ehrlich gemeinte Gute-Nacht-Umarmung, gepaart mit einem „See you tomorrow“, zu bekommen – spätestens dann wurden die Mühen und Nerven des Tages entlohnt. Die meisten Gastfamilien nehmen einen zusätzlich als volles Familienmitglied auf, dass heißt, dass das Wort „Feierabend“ auf der einen Seite nicht so recht existiert, da das Au-pair auf einer gewissen Basis immer „arbeitet“, auf der anderen Seite kommt diese „Arbeit“ aber von Herzen und wird von den meisten als selbstverständlich empfunden.
